Pilzgalerie

Brasil Egerling

Klasse: Agaricomycetes

Unterklasse: Agaricomycetidae

Gattung: Champignons

Art: Brasilianischer Mandelegerling

Der Brasil Egerling ist ein sogenannter Kompostbewohner. Er wird auf Substraten kultiviert, die für den Anbau des Kulturchampignons geeignet sind. Diese Substrate bestehen aus kompostiertem Getreidestroh, enthalten ggf. auch kompostierten Pferdedung und werden mit Hilfe eines mehrere Tage andauernden biotechnologischen Prozesses für den Anbau optimiert. Die Inkulturnahme des Brasil Egerlings erfolgte im Jahre 1965 in Japan. In Korea begann seine Kultivierung 1996, in den USA im Jahre 2000.

 

Chinesische Morchel (Judasohr)

Klasse: Agaricomycetes

Unterklasse: unsichere Stellung (incertae sedis)

Gattung: Ohrlappenpilze

Art: Chinesische Morchel

Die Chinesische Morchel, zu Deutsch Judasohr oder Holunderschwamm (Auricularia auricula-judae und Auricularia polytricha) gelangte schon vor Jahrhunderten sowohl in Europa als auch in Ostasien zu hoher Wertschätzung. Sie besitzt einen becher-, ohren- oder muschelförmigen, 3 bis 10 Zentimeter großen, sehr dünnfleischigen und kurzstieligen Fruchtkörper. Der Fruchtkörper ist rötlich, olivgrau oder rotbraun und manch einer sieht ihn als kleine, umgedrehte Schüsseln. Das Fruchtfleisch ist gelatinös, welches nach der Trocknung stark zusammenschrumpft und hart wie Horn wird.

 

Cordyceps (Chinesischer Raupenpilz)

Klasse: Sordariomycetes

Unterklasse: Hypocreomycetidae

Gattung: Cordyceps

 

In den alpinen Graslandschaften Südwestchinas, in der Provinz Yunnan, in Mittel- und Nordchina und in Tibet, in Höhenlagen bis zu 5.000 m, wird von den Einheimischen seit Jahrtausenden ein Pilz gesammelt, dessen Fruchtkörper wie ein Finger oder Bleistift 4 bis 10 cm hoch aus dem Boden ragt. Er erinnert überhaupt nicht an einen gewöhnlichen Pilz. Zu Recht, da Cordyceps nicht an Holz lebt, auch nicht im Streu oder Kompost. Er befällt und parasitiert unterirdisch lebende Raupen, tötet sie ab und treibt anschließend auf die Erdoberfläche.

 

Eichhase (Zhu Ling)

Klasse: Agaricomycetes

Unterklasse: unsichere Stellung (incertae sedis)

Gattung: Stielporlinge

Art: Eichhase

Zhu Ling ist der chinesische Name vom Eichhasen (Polyporus umbellatus). Der Eichhase kommt auch bei uns vor. Er wächst in dichten Büscheln von Juni bis Oktober auf dem Boden von Eichen- und Buchenwäldern, meistens jedoch nahe von Baumstämmen oder Stubben. Ein Büschel enthält in der Regel mehrere hundert Fruchtkörper, die alle einem gemeinsamen Strunk entstammen und zusammen bis zu 20 kg schwer werden können. Die einzelnen Hüte sind klein, rundlich, 2 bis 5 Zentimeter breit und von hellbrauner Farbe.

 

Igelstachelbart

Klasse: Agaricomycetes

Unterklasse: unsichere Stellung (incertae sedis)

Gattung: Stachelbärte

Art: Igel-Stachelbart

Im Herbst, von September bis November, fruchtet in Spalten und Höhlen alter Laubbäume der Igelstachelbart (Hericium erinaceus). Er bevorzugt die Buche und die Eiche, manchmal jedoch trifft man ihn auch an Nuss- und Apfelbäumen an. Er gilt als Wundparasit, das heißt, er setzt sich in den Wunden lebender Bäume fest, doch auch im toten Holz kann er einige Jahre als Saprophyt weiterleben und verursacht dort eine Weißfäule. Er ist in Deutschland heimisch, kommt aber nur selten vor.

 

Maitake (Klapperschwamm)

Klasse: Agaricomycetes

Unterklasse: incertae sedis

Gattung: Klapperschwämme

Art: Gemeiner Klapperschwamm

Obwohl der Maitake nicht allzu rar ist und in Europa, Nordamerika sowie Ostasien gleichermaßen vorkommt, scheint das natürliche Aufkommen den Bedarf bei weitem nicht mehr abzudecken. Dies gilt jedoch nur für Ostasien, insbesondere für Japan. Man nahm ihn dort deshalb in Kultur. Die Weltproduktion vom Maitake betrug im Jahre 1990 bereits 7.000 Tonnen. Sie erhöhte sich bis 1994 um mehr als 100 % auf 14.200 Tonnen. Heute liegt das Produktionsvolumen um ein mehrfaches höher.

 

 

Reishi (Glänzender Lackporling)

Klasse: Agaricomycetes

Unterklasse: unsichere Stellung (incertae sedis)

Gattung: Lackporlinge

Art: Glänzender Lackporling

Der Reishi ist zwar hierzulande nicht häufig, aber auch nicht rar. Wir starteten eine in der Fachpresse angekündigte Aktion mit dem Ziel, von möglichst vielen Standorten in Deutschland Fruchtkörper von ihm zu bekommen, um für Forschungszwecke sterile Myzelkulturen anlegen zu können. Als Ergebnis dieser Aktion haben wir im Jahr 2006 insgesamt 34 Einsendungen erhalten. Es hat sich jedoch bei der näheren Untersuchung und bei den anschließend durchgeführten Kultivierungsversuchen herausgestellt, dass mehrere der eingesandten Fruchtkörper artfremd waren.

 

Schopftintling (Coprinus comatus)

Klasse: Agaricomycetes

Unterklasse: Agaricomycetidae

Gattung: Tintlinge (Coprinus)

Art: Schopftintling

Der Schopftintling ist ein vorzüglicher Speisepilz. Der bekannte franzözische Speisepilzforscher Jacques Delmas, ehemaliger Präsident des International Society  for Mushroom Science, bezeichnete den gastronomischen Wert des Schopftintlings als exzellent und setzte ihn mit solchen begehrten Arten wie der Speisemorchel, dem Kaiserling und dem Steinpilz gleich.

 

 

Shiitake

Klasse: Agaricomycetes

Unterklasse: Agaricomycetidae

Gattung: Lentinula

Art: Shiitake

Der Shiitake (Lentinula edodes) ist ein in Ostasien beheimateter, holzbewohnender Weißfäulepilz, den man in China und Japan seit etwa 2000 Jahren kennt und als Leckerbissen schätzt. Er besitzt einen hell- oder dunkelbraunen Hut von 5-12 cm Durchmesser. Das Fleisch des Shiitake ist weiß und fest, wobei man in Japan zwei Haupttypen unterscheidet, den dickfleischigen “donko” und den dünnfleischigen “koshin”. Der Shiitake lebt ausschließlich auf abgestorbenem Holz. Bevorzugt werden von ihm Eichen, Kastanien und Buchen.
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