Der Igelstachelbart

Herkunft

Im Herbst, von September bis November, fruchtet in Spalten und Höhlen alter Laubbäume der Igelstachelbart (Hericium erinaceus). Er bevorzugt die Buche und die Eiche, manchmal jedoch trifft man ihn auch an Nuss- und Apfelbäumen an. Er gilt als Wundparasit, das heißt, er setzt sich in den Wunden lebender Bäume fest, doch auch im toten Holz kann er einige Jahre als Saprophyt weiterleben und verursacht dort eine Weißfäule. Er ist in Deutschland heimisch, kommt aber nur selten vor.
Der Igelstachelbart - in Deutschland heimisch

Man nennt den Igelstachelbart auch „Affenkopf“

Sein junger Fruchtkörper ist weiß 5 bis 30 cm groß, rundlich, oval oder herzförmig und hat einen sehr kurzen Stiel. Im Kern ist er wie eine Knolle, die von außen von vielen, dichtstehenden, 2 bis 3 cm langen Stacheln bedeckt ist. Als Speisepilz ist er in Deutschland weitgehend unbekannt, in China gilt er als Delikatesse und wird „Affenkopfpilz“ genannt, da der Fruchtkörper an einen „Affenkopf“ erinnert und sehr wohlschmeckend ist. Für die meisten Leser ist der Igelstachelbart ziemlich unbekannt, da er im Handel selten erhältlich ist.
Die Inkulturnahme hat sich relativ spät, erst Ende der 50er Jahre in Shanghai vollzogen.
Gut zwanzig Jahre später führte auch der Berliner Mykologe Dr. Peter Hübsch Experimente mit dem Igelstachelbart durch und schaffte es ihn zu kultivieren. Seitdem schenkte man ihm auch hierzulande mehr Aufmerksamkeit.

Wichtige Inhaltsstoffe im Igelstachelbart

Man fand im Igelstachelbart reichlich Kalium (254 mg/100 g Frischpilze), Phosphor (109 mg/100 g Frischpilze) und kaum Natrium (8 mg/100 g Frischpilze). Er enthält alle für den Menschen essentiellen Aminosäuren und 32 solche Substanzen, die allein für sein Aroma verantwortlich sind. Auch Polysaccharide und Polypeptide sind im Igelstachelbart reichlich vorhanden.

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Autor: Prof. Dr. Dr. h.c. Jan I. Lelley – Internet: www.lelley.de

Referenz bei Wikipedia – Igelstachelbart

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