Das Judasohr in Deutschland, fein und lecker?

Man hat in Deutschland und anderswo in Europa vom Judasohr als Speisepilz nie besonders viel gehalten. Es gilt als unergiebig und fade im Geschmack. In Ostasien dagegen galt das Judasohr schon immer als ein besonderer Leckerbissen. Auch heute darf es in zahlreichen Gerichten der chinesischen Küche nicht fehlen. So haben auch viele Deutsche, wenn auch unbewusst, mit ihm schon Bekanntschaft gemacht. Immer dann, wenn sie in einem Chinarestaurant die wohlklingende chinesische Morchel, nämlich Judasohr, verspeisten.

Das Judasohr in Deutschland, fein und lecker?

Einer der ältesten Kulturspeisepilze.

Das Judasohr ist einer der ältesten Kulturspeisepilze. Man baut es den Berichten zufolge in China seit etwa 1.500 Jahren an. Noch älter ist die Bekanntschaft, die die Chinesen mit diesem Pilz in der freien Natur gemacht haben. Sie nannten und nennen es auch heute noch „Mu Er“ oder „Hei Mu Er“, was so viel bedeutet wie Waldohr oder Baumohr. Die älteste Erwähnung findet sich in einer Schrift namens „Peng King“ aus der Zeit zwischen 300 und 200 v. Chr. Dort steht geschrieben, das es 5 Sorten von „Mu Er“ gibt, die in der Provinz Szechuan wachsen.
Die Chinesische Morchel wird in Ostasien (hauptsächlich jedoch in China) in großem Umfang kultiviert. Alljährlich werden mehr als anderthalb Millionen Tonnen von diesem Pilz erzeugt.

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Autor: Prof. Dr. Dr. h.c. Jan I. Lelley – Internet: www.lelley.de

Referenz bei Wikipedia – Judasohr

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