Cordyceps – Der Chinesische Raupenpilz

Eine Rarität im Hochgebirge

In den alpinen Graslandschaften Südwestchinas, in der Provinz Yunnan, in Mittel- und Nordchina und in Tibet, in Höhenlagen bis zu 5000 m, wird von den Einheimischen seit Jahrtausenden ein Pilz gesammelt, dessen Fruchtkörper wie ein Finger oder Bleistift 4 bis 10 cm hoch aus dem Boden ragt. Man nennt ihn landläufig Cordyceps! Wissenschaftliche Bezeichnung Cordyceps sinensis.

Der kleine, längliche Fruchtkörper des CordycepsDie eigenartige Lebensweise von Cordyceps

Aus der Nähe betrachtet sehen seine Fruchtkörper wie eine kleine Keule aus, die im unteren Teil nur 2 bis 4 mm dick ist, im oberen jedoch einen Durchmesser von bis zu 6 mm erreicht. Er erinnert überhaupt nicht an einen gewöhnlichen Pilz. Das ist nicht überraschend, da Cordyceps nicht an Holz lebt, auch nicht im Streu oder Kompost. Er befällt und parasitiert unterirdisch lebende Raupen von Holzbohrern, Die Weibchen dieser Schmetterlinge streuen ihre zahlreichen kleinen Eier nach der Paarung in die Nähe von Löwenzahn, Hopfen, Nesseln, Knöterich und anderen Kräutern. Aus den Eiern schlüpfen Raupen, die wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche leben und sich von den Wurzeln dieser Pflanze ernähren.

Nachdem der Pilz eine Raupe befällt, durchwuchert und verdaut er ihren ganzen Körper, bis nur die mumifizierte äußere Schale und der Verdauungskanal übrig bleiben. Letzterer wird vom Pilz zum Schluss auch noch verdaut. Im Spätherbst und im Winter werden vom Kopfende der Raupenhülle, die nunmehr vom Pilzgeflecht gefüllt ist, so genannte Sklerotien von Cordyceps gebildet, die anschließend auf die Erdoberfläche treiben. Sklerotien sind Dauer-und Reserveorgan von Pilzen, mit denen sie ungünstige Zeiten überdauern können.

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Der teuerste Pilz der Welt!

Diese Skerotien von Cordyceps werden als Fruchtkörper gesammelt und verwertet. Massenhaft kommt der Chinesische Raupenpilz in der Natur nicht mehr vor, schon gar nicht, seitdem professionelle Suchtrupps landesweit hinter ihm her sind.  Es ist deshalb kein Wunder, dass der Preis dieses Pilzes pro Kilogramm mittlerweile bis auf 3000 US-Dollar gestiegen ist. Der chinesische Raupenpilz ist der teuerste unter seinen Artgenossen. Er übertrifft selbst die Königin der Speisepilze, die Trüffel.

Um den  Mangel an dem chinesischen Raupenpilz zu beseitigen, haben sich Wissenschaftler und Biotechnologen in jüngster Zeit intensiv mit den Möglichkeiten der Kultivierung dieses Pilzes beschäftigt. Eine Kultivierung der Raupenpilze unter natürlichen Bedingungen kam nicht in Frage. Aber es gelang, das Myzel (Pilzgeflecht) im Laboratorium in geeigneten Nährlösungen in Bioreaktoren zu erzeugen.

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Autor: Prof. Dr. Dr. h.c. Jan I. Lelley – Internet: www.lelley.de

Referenz bei Wikipedia – Cordyceps Sinensis

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