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Der Schopftintling

Die Gattung der Tintlinge, der auch der Schopftintling (Coprinus comatus) angehört, umfaßt in Mitteleuropa mehr als 50 Arten. Tintlinge treten auf fettem, gedüngtem Boden, auf Gartenland, Weiden und Wiesen, am Wegesrand und auch im Wald auf.

Der Schopftintling hat einen Hut, der im Jungstadium zylindrisch, eiförmig bis kugelig, 4-14 cm hoch und 3-6 cm breit ist. Anfangs ist er weiß, filzig-schuppig. Im späteren Entwicklungsstadium rollt sich der Hut vom Rand her glockig auf, wird schwarz und zerfließt. 

Der Stil des Schopftintlings ist hohl, schlank, 10-20 und mehr cm hoch, weiß und besitzt nahe der Basis einen schmalen, beweglichen Ring.

Der Schopftintling ist ein vorzüglicher Speisepilz. Der bekannte franzözische Speisepilzforscher Jacques Delmas, ehemaliger Präsident des International Society  for Mushroom Science, bezeichnete den gastronomischen Wert des Schopftintlings als exzellent und setzte ihn mit solchen begehrten Arten wie der Speisemorchel, dem Kaiserling und dem Steinpilz gleich. 

Der 4-14cm hohe und 3-6cm breite weiße Schopftintling

Bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges hat man in Deutschland in Erwägung gezogen, den Schopftintling in Kultur zu nehmen. Die ersten Anbauversuche ließen jedoch aus unerklärlichen Gründen bis Mitte der 70er Jahre auf sich warten. Als Pioniere auf diesem Gebiet gelten Dr. Volkmar Kindt und seine Mitarbeiter in der ehemaligen VEG-Champignonzucht in Dieskau bei Halle. 

Artikel im GAMU-Blog - Der Schopftintling