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Sinniges und Unsinniges über Pilze

Man macht im Gespräch über Pilze häufig die Erfahrung, dass viele Menschen keine hohe Meinung von ihnen haben. Viele Großstädter bekommen kaum mehr einen wild wachsenden Pilz zu sehen, sondern werden eher mit Schreckensmeldungen über die unangenehmeren Vertreter dieser Organismengruppe, wie z.B. die Schimmelpilze an Wänden und Decken, konfrontiert. So mag es durchaus nicht verwundern, dass viele Menschen Pilze mehr für Schädlinge halten und ihnen kaum etwas Nützliches zutrauen.

Pilze sind für viele Menschen negativ belegtSo sind Pilze auf dem heimischen Rasen nicht gern gesehen. Schon gar nicht, wenn man nicht einmal weiß, ob sie giftig sind oder nicht. Üble Vertreter der Pilze sind natürlich auch diejenige, die unseren Körper befallen. Jeder kennt den Fußpilz. Auch Pilzerkrankungen des Darms oder der Atemwege sind verbreitet.

Für einen wahren Killer wird von vielen der Grüne Knollenblätterpilz gehalten. So verwundert es nicht, dass mancherorts folgende Kalauer die Runde machen:

Man kann jeden Pilz essen, doch manche nur einmal!
Im Lokal werden Pilzgerichte im Voraus bezahlt!

 

Selbst in der Literatur kommen Pilze schlecht weg, wie man dem nachfolgenden Gedicht entnehmen kann:

Die Pilze stritten, bei wem es am triftigsten, von sich zu behaupten: „Ich bin am giftigsten“.

„Ich meuchelte als Beilage erlesenen Wilds eine ganze Familie!“ – sagte der Fliegenpilz.

„So wie ich sie meuchelte, taten’s wenige!“ – sagte der Röhrling – „Erbprinzen und Könige“!

„Ich meuchelte“ – er blieb innerhalb des Bilds – sagte stolz der Grüne Knollenblätterpilz, „ich meuchelte den – wenn auch unbeliebten – so immerhin einen Papst, Clemens den VII.!“

(Für einen Giftpilz scheint derartiges mithin der höchste Daseinssinn)

Zitiert aus dem Werk „Blühender Unsinn“ von Otto-Heinrich Kühner

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